Bewerbungstipps III: Der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das wichtigste Dokument für deine Bewerbung. So bereitest du ihn richtig auf.

Im ersten Teil unserer Bewerbungstipps hat unsere Personalreferentin Yvonne Hinweise zur Bewerbung als Ganzes gegeben. Im zweiten Teil hat sie ihre Tipps für das Anschreiben, mit dem sich viele Bewerber erfahrungsgemäß schwer tun, verraten. Im dritten Teil erklärt sie euch, wie ihr einen guten Lebenslauf erstellt.

Fangen wir mit dem vermutlich einfachsten an: Der Optik und der Struktur.

Yvonne: In den meisten Fällen ist hier weniger mehr. Gestaltung ist immer dann gut, wenn sie hilft, den Lebenslauf übersichtlich und klar darzustellen. Macht euch keine Gedanken, ob ihr euer Portraitfoto ganzseitig oder in Passbildgröße einbaut, das ist nicht so wichtig. Entscheidend ist der Inhalt – also das gut aufzubereiten, was ihr in eurem Leben bislang gemacht habt. Hier empfehle ich, das in zwei Blöcke zu trennen: Berufserfahrung einerseits und Ausbildung andererseits, wobei „Ausbildung“ eure Schullaufbahn, Berufsausbildung und/oder Studium umfasst.

Weiterbildungen, besuchte Seminare oder besondere Kenntnisse könnt ihr als dritten Block anführen, sofern sie für die Stelle wichtig sind, für die ihr euch interessiert. Schätzt dabei ruhig auch eure Fähigkeiten bei Sprachen oder im Umgang mit bestimmter Software ein.

Worauf kommt es beim Lebenslauf an?

Yvonne: Ein Lebenslauf muss zunächst vollständig sein, es sollte keine Lücken geben. Ob ihr es chronologisch oder rückwärtschronologisch aufbereitet, ist Geschmackssache. Persönlich finde ich es stimmiger und in der heutigen Zeit auch üblich, wenn die gegenwärtige Position zuerst kommt. Diese Erfahrung ist die aktuellste und sie lässt sehr wahrscheinlich Rückschlüsse zu, wie gut jemand auf die ausgeschriebene Stelle passt. Daher schreibt gleich dazu, was die Aufgaben waren, damit ich als Personalreferentin und auch eure künftigen Chefs einen Überblick erhalten.

Auch interessiert uns nicht nur, wie lange ihr bei einer Firma wart – bitte nicht nur das Jahr angeben, sondern auch den Monat – und was ihr dort gemacht habt, sondern auch das Geschäftsfeld der Firma und wie groß sie in etwa ist. Sich diese Informationen aus Zeugnissen und dem Internet zusammenzusuchen ist aufwendig – sie sollten daher im Lebenslauf integriert werden.

Verliert dabei aber nicht das wichtigste Ziel beim Lebenslauf aus den Augen: Übersichtlichkeit. Bei einem längeren Lebenslauf macht es also durchaus Sinn, die Erfahrungen rauszunehmen. Hier gibt es aber keine allgemeingültige Regelung, außer dass ein Lebenslauf nicht länger als zwei Seiten sein sollte.

Das klingt plausibel. Und was sollten Schüler machen, die sich für eine Ausbildung entscheiden?

Yvonne: In solchen Fällen ist der Lebenslauf naturgemäß kürzer. Jedoch gibt es außer der Schule bestimmt auch hier Erfahrungen und Fähigkeiten aus Praktika, Aushilfsjobs, Ehrenämtern oder der Freizeit, mit denen der Bewerber etwas über sich erzählen kann und die gut zu der Stelle passen, auf die er sich bewirbt.

Hast du sonst noch einen Tipp?

Yvonne: Die wichtigste Aufgabe des Lebenslaufs ist, die Frage zu beantworten, ob ein Bewerber mit seinen Qualifikationen und Fähigkeiten auf eine Stelle passt. Daher sollte der Lebenslauf auch auf die konkrete Stelle angepasst sein. Natürlich muss hier alles stimmen und sich in den Tätigkeitsbeschreibungen der Zeugnisse wiederfinden. Aber gerade berufserfahrene Bewerber haben so viele Erfahrungen und Tätigkeiten vorzuweisen, da sollten sie die Chance nutzen und die relevanten auswählen.

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