Bewerbungstipp II: Das Anschreiben

Die Königsdisziplin beim Schreiben einer Bewerbung ist das Anschreiben. Oftmals weiß man selbst nach längeren Recherchen nicht wirklich, was genau man schreiben soll. Erfahrt von unserer Personalreferentin Yvonne, wie ein Anschreiben aufgebaut sein sollte und was Personaler gerne lesen möchten.

Welchen Stellenwert hat das Anschreiben für dich?

Yvonne: Ich lese das Anschreiben immer, wenn auch meist nicht zuerst. Es rundet für mich eine Bewerbung ab. Ihr habt damit die Möglichkeit euch noch besser vorzustellen und zu zeigen, warum ihr auf die Stelle passt. Nutzt das Anschreiben, um euch von anderen Bewerbern abzuheben.

Wie sollte ein Anschreiben strukturiert sein?

Yvonne: Ein gutes Anschreiben hat das Format eines offiziellen Briefes, wobei natürlich gestalterisch jeder seine Freiheit hat. Kern des Anschreibens ist der Fließtext, der uns etwas über euch erzählen soll. Wenn ihr den Namen des Ansprechpartners kennt, richtet euer Anschreiben unbedingt an diese Person – bei uns ist das Rebecca Wagner. Zum Schluss folgt ein Gruß wie „Viele Grüße nach Windach“, „Beste Grüße“ oder „Mit freundlichem Gruß“ und eure Unterschrift.

Welche Informationen gehören in den Fließtext des Anschreibens?

Yvonne: Zeigt uns mit dem Text, wer ihr seid und warum ihr auf die Stelle passt. Schaut euch das Anforderungsprofil in der Stellenausschreibung an, verknüpft es mit euren Erfahrungen und hebt jene Stationen aus eurem Lebenslauf hervor, die eure Qualifikation für den Job unterstreichen. Hier kommt es darauf an, nicht dieselben Inhalte vom Lebenslauf wiederzugeben, sondern an konkreten Aufgaben und Projekten darzustellen, dass man schon die gesuchte Erfahrungen mitbringt. Zeigt auch gerne, warum ihr zum Unternehmen passt. Wir können dadurch sehen, dass ihr euch mit DELO beschäftigt habt und einen Eindruck davon bekommen, ob eure Werte zu denen des Unternehmens passen.

Seid auch gerne kreativ, wenn ihr in den Text einsteigt. Sätze wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ oder „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung gelesen“ stehen in 90% der Bewerbungen. Wenn ihr uns auf einer Messe schon kennengelernt und von einem unserer Mitarbeiter von DELO erfahren habt, nehmt darauf Bezug. Oder steigt direkt damit ein, was euch begeistert – vorausgesetzt natürlich, es passt zum Job, auf den ihr euch bewerbt. Wenn ihr leidenschaftlich gerne singt und euch für eine Stelle im Engineering bewerbt, passt das eher nicht. Wohl aber, wenn ihr schon immer technikbegeistert wart.

Wenn ihr Quereinsteiger seid, interessiert uns natürlich außerdem sehr, warum ihr euch auf einen Job bewerbt, der mit eurem alten nichts mehr oder nicht mehr viel zu tun hat.

Wie lang darf ein Anschreiben sein?

Yvonne: Weniger ist oft mehr. In der Regel sollte es eine A4-Seite lang sein – also mit Briefkopf, Fließtext und Unterschrift. Das reicht im Normalfall vollkommen aus, um sich vorzustellen und seine Motivation für die Stelle zum Ausdruck zu bringen. Auf uns wirkt es zudem übersichtlich und überlegt. 

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