Deutschlands bester Werkstoffprüfer-Azubi

Den richtigen Ausbildungsberuf zu finden ist für viele Schüler eine Herausforderung. Christian ist es gelungen. Er hat bei uns Werkstoffprüfer Kunststofftechnik gelernt und war in dieser Fachrichtung Deutschlands bester Azubi 2018. Wie er zu diesem eher unbekannten Beruf gefunden hat, was ein Werkstoffprüfer macht und wie er sich seinen Erfolg erklärt, verrät er euch jetzt.

Christian war einer der ersten Werkstoffprüfer-Azubis von DELO. Die Fachrichtung ist erst seit 2013 ein anerkannter IHK-Ausbildungsberuf. „Dabei hatte ich mich eigentlich auf einen Ausbildungsplatz zum Chemielaboranten beworben“, sagt Christian. „Im Bewerbungsgespräch wurde ich gefragt, ob ich mir auch Werkstoffprüfer vorstellen könnte. Zuhause habe ich dann erstmal gegoogelt, was sich hinter dem Beruf eigentlich verbirgt“. Er hat sich dafür entschieden, weil er, wie er selbst sagt, Physik immer etwas lieber mochte als Chemie und einen Tüftler-Instinkt hat. Beides sind gute Voraussetzungen, um eine Ausbildung in diesem Beruf zu starten.

Das macht ein Werkstoffprüfer

Werkstoffprüfer untersuchen die Eigenschaften von Materialien. Bei DELO sind das Kunststoffe, oder genauer gesagt: Klebstoffe. Dazu verkleben sie Prüfkörper oder Bauteile und testen anschließend mit unterschiedlichen Verfahren, welches Verhalten der Klebstoff beispielsweise bei hohen und niedrigen Temperaturen oder unter Belastung zeigt. Zudem dokumentieren sie ihre Ergebnisse, werten diese aus und entwickeln Prüfmethoden.

Während der Ausbildung wurde Christian Schritt für Schritt an die Tätigkeiten eines Werkstoffprüfers herangeführt. Was ihm besonders gefallen hat: Er war von Beginn an in reale Projekte involviert. „Da lernt man einfach am besten und schnellsten“, so Christian. Neben dem Arbeiten und Lernen im Betrieb stehen für angehende Werkstoffprüfer sechs Mal im Jahr je zwei Wochen Blockunterricht auf dem Plan – mit viel Werkstoffkunde, Physik und Chemie.

Auszeichnung als bester Azubi

Insgesamt 3,5 Jahre dauert die Ausbildung, die für alle Azubis, die ihre Abschlussprüfung erfolgreich bestanden haben, mit einer feierlichen Zeugnisübergabe durch die IHK endet. Zu diesem Zeitpunkt wusste Christian noch nichts von den Auszeichnungen, die noch folgen würden – die als bayernweit bester Absolvent in seiner Fachrichtung und die Auszeichnung auf Bundesebene. Letztgenannte wurde feierlich in Berlin verliehen – von

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner und Moderatorin Barbara Schöneberger. „Ich war absolut überrascht“, sagt der 24-jährige. „Der Abend in Berlin ist nur so an mir vorbeigefolgen.“

Auf die Frage, wie er sich seinen Erfolg erklärt, sagt Christian: „Ich glaube, ich habe wirklich Glück gehabt. Ich fand die Ausbildung von Anfang an super und wollte mich unbedingt tiefer einarbeiten. Außerdem hat es mir ungemein geholfen, dass mein Ausbildungsleiter und meine Kollegen mir vor den Prüfungen den Rücken freigehalten haben und ich mich intensiv vorbereiten konnte.“

Direkt nach seiner Ausbildung hat Christian seinen festen Arbeitsvertrag bei DELO unterschrieben. Schluss mit dem Lernen ist allerdings nicht. Seine nächste Station heißt: Industriemeister Kunststoff und Kautschuk Fachrichtung Verarbeitungstechnik.

Für den Ausbildungsstart im September 2019 haben wir noch freie Ausbildungsstellen für Werkstoffprüfer. Bewerbt euch jetzt!

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