Für vier Wochen in die Produktion

Dass wir bei DELO alle an einem Strang ziehen, hat sich in den letzten Monaten nochmal besonders gezeigt. Weil die Nachfrage geradezu brummte, haben 29 Freiwillige aus anderen Abteilungen in den Wochen vor Weihnachten in Produktion und Versand ausgeholfen. Unsere Kollegin Anja war eine von ihnen und erzählt, stellvertretend für die vielen anderen Helfer, von ihrem spontanen Abteilungswechsel auf Zeit.

Wie ist es dazu gekommen, dass du knapp vier Wochen in der Produktion ausgeholfen hast?

Anja: Die Weihnachtszeit ist für die allermeisten von uns eine Zeit, die wir zu Hause mit unseren Liebsten verbringen. Daher hat mich aufhorchen lassen, dass der Weihnachtsurlaub unserer Kolleginnen und Kollegen in der Produktion aufgrund der hohen Auftragslage gefährdet ist. Ich habe daraufhin im Team besprochen, wie wir meine Aufgaben bis nach Weihnachten anderweitig verteilen können, und mich bei der Personalabteilung gemeldet. Dann ging alles sehr schnell: Gleich am nächsten Tag habe ich in der Produktion angefangen.

Wie war dein Start in deiner „neuen Abteilung“?  

Anja: Ausgeholfen habe ich in der Etikettierung. Zur Einarbeitung durfte ich einen Tag lang eine Kollegin begleiten. Alle haben mich sehr herzlich aufgenommen und ich konnte trotz des hohen Arbeitspensums jederzeit Fragen stellen. Dadurch bin ich sehr schnell in die Aufgaben reingekommen. Nach einer Woche konnte ich schon vieles selbstständig erledigen.

Was war für dich die größte Umstellung im Vergleich zu deinem gewohnten Arbeitsalltag?

Anja: Das viele Stehen. Das war in den ersten Tagen schmerzhaft. Jetzt, wo ich wieder fast ausschließlich am Schreibtisch sitze, vermisse ich es jedoch. Ungewohnt war auch, wie sich mein Biorhythmus in dieser Zeit verschoben hat. Ich habe vier Wochen in der Spätschicht gearbeitet, also von 14-22 Uhr. Am Anfang dachte ich, da falle ich danach einfach direkt ins Bett. Tatsächlich war ich nach der Schicht oft so aufgedreht, dass ich erst weit nach Mitternacht schlafen konnte. In der Produktion wechselt man normalerweise zwischen Früh- und Spätschicht. Anders als unsere Stammbesetzung habe ich auch nie am Wochenende gearbeitet, was aufgrund der hohen Auftragslage teilweise ausnahmsweise der Fall war. Vor dieser Anpassungsfähigkeit habe ich wirklich Respekt.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Anja: Der Zusammenhalt! Manche Klebstoffe müssen direkt in die Kühlung und davor natürlich noch verpackt und gezählt werden. Verzögert sich davor in der Produktionskette etwas, arbeitet man auch mal länger. Als wir an einem Abend einen Riesenauftrag bewältigen mussten, haben uns die Kolleginnen und Kollegen aus der Abfüllung und den Mischteams geholfen, damit auch wir die Spätschicht beenden konnten. Mir ist an diesem Abend so richtig bewusst geworden, dass ohne die Produktion nichts laufen würde.

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