Bewerbungstipps IV: Das Gespräch

Klappe die vierte. Nachdem wir dir bereits allgemeine Hinweise zu Bewerbung sowie Tipps für Anschreiben und Lebenslauf gegeben haben, geht es heute um das Bewerbungsgespräch – die oftmals letzte Hürde vorm Start in einen (neuen) Job. Gemeinsam mit unserer Personalreferentin Sarah haben wir acht Tipps für dich zusammengestellt, damit du bestens auf dein Vorstellungsgespräch vorbereitet bist.

1. Informiere dich über das Unternehmen.

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Informiere dich deshalb vorab genau über die Standorte, die Mitarbeiterzahl und das Kerngeschäft. Neben den harten Fakten solltest du dir auch ein Bild von Unternehmensimage und -werten machen. Mit diesem Wissen kannst du glaubwürdig argumentieren, warum du gerne in dem Unternehmen arbeiten möchtest. Wichtige Quellen sind nicht nur Webseiten oder Social Media, sondern auch Medienberichte oder Mitarbeiterbewertungsportale.    

2. Mache dich mit dem Ablauf eines Bewerbungsgesprächs vertraut.

Die meisten Vorstellungsgespräche folgen einem ähnlich strukturierten Ablauf. Wenn du dich auf folgende Punkte vorbereitest, steuerst du souverän durch das Gespräch:  

  • Begrüßung / Smalltalk: Informiere dich über deine Gesprächspartner, selbstverständlich ihre Namen, aber auch den Lebenslauf.
  • Selbstrepräsentation: Übe, dich in 2-5 Minuten vorzustellen. Kenne jedes Detail deines Lebenslaufs und Bewerbungsschreibens, aber hole nicht zu weit aus.
  • Rückfragen: Beantworte Rückfragen zu deinem Werdegang ehrlich und integriere Informationen, die du noch nicht in deiner schriftlichen Bewerbung erwähnt hast.
  • Bewerberfragen: Stelle auf jeden Fall selbst Fragen. Nimm dir vorab Zeit, um dir Fragen zu überlegen. Damit signalisierst du Interesse.
  • Abschluss: Frage nach den nächsten Schritten und bedanke dich für die Zeit, die sich die Mitarbeiter genommen haben, um dich kennenzulernen.

3. Mache dir Gedanken darüber, was dir in deiner bisherigen Ausbildung oder Berufslaufbahn besonders viel Spaß gemacht hat.

In Ausbildungs-, Praktikums- oder Berufszeugnissen werden Aufgabengebiete häufig nur angerissen. Die detailliertere Beschreibung von Lieblingsprojekten zeigt, womit du dich bereits tiefergehend beschäftigt hast, und, dass du dich für Aufgaben begeistern kannst. Umso besser, wenn dein Beispiel zu der offenen Stelle passt oder du dir wertvolles Nischenwissen angeeignet hast.

4. Überlege dir, welchen Mehrwert du für die Stelle und das Unternehmen bietest.

Im Vorstellungsgespräch kannst du selbstbewusst überzeugen, wenn du dir bereits im Voraus klar machst, was das Unternehmen braucht und was du davon abdecken kannst. Hilfestellung bietet dir dabei der nachfolgende Tipp.

5. Mache dir bewusst, was deine Stärken sind und welche Entwicklungsfelder du noch hast.

Auch wenn es altbacken klingt – Stärken und Schwächen werden, ob direkt oder indirekt, in fast jedem Vorstellungsgespräch abgefragt. Da es vielen spontan schwerfällt, über die eigenen Schwächen zu reden oder sich selbst zu loben, macht es Sinn, sich darüber bereits im Voraus klar zu werden. Wichtig ist: Sei authentisch! Verkaufe dich nicht unter Wert, aber auch nicht als arrogant.  

6. Bereite dich auf die klassischen Bewerbungsfragen vor.

Jedes Vorstellungsgespräch ist anders und doch gibt es einige Fragen, die dich durch deine komplette Bewerbungsphase begleiten. Mache dich sowohl auf fachliche als auch auf persönliche Fragen gefasst. Trau dich, die Fragen offen und selbstbewusst zu beantworten!

  • Welche fachlichen Fähigkeiten qualifizieren dich für die Stelle?
  • Wie bist du auf die offene Stelle aufmerksam geworden?
  • Wie würden dich deine besten Freunde / deine Familie beschreiben?
  • Wo möchtest du in 5 Jahren stehen?
  • Warum hast du dich bei uns beworben?

7. Achte auf dein Auftreten…

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Ein gutes Auftreten wird vor allem von deiner Körpersprache beeinflusst. Ein offenes Lächeln oder eine gerade Haltung strahlen Professionalität und Interesse für die Stelle aus. Außerdem spielen die richtige Kleidung und ein gepflegtes Styling beim Vorstellungsgespräch eine große Rolle. Du solltest dich natürlich nicht verkleidet fühlen, aber deine Kleidung sollte „angemessen“ sein. Welcher Dresscode im Unternehmen gilt, kannst du oft anhand der Bilder auf der Webseite erkennen. Im Zweifel: Lieber „overdressed“ als „underdressed“.  

8. … auch Online!

In Zeiten, in denen Social Media aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist, wird dieser Punkt immer wichtiger. Deine Online-Profile prägen dein Image! Stelle deshalb nur öffentlich dar, was du auch deinem Arbeitgeber preisgeben möchtest und beschränkte die Einsicht auf private Inhalte. Aktualisiere außerdem regelmäßig deine Profile in Karriere-Netzwerken.  

Zu guter Letzt: Sieh das Gespräch als Chance

Bewerbungsgespräche sind immer künstliche Situationen. Ein bisschen Nervosität gehört dazu. Mach dir bewusst: Du wirst zu einem Gespräch eingeladen, wenn das Unternehmen auf Grundlage deiner Bewerbung zu dem Schluss gekommen ist, dass du gut passen könntest. Du hast damit die Möglichkeit, dich vorzustellen, zu zeigen, wer die Person hinter dem Lebenslauf ist und potentielle Kollegen kennenzulernen. Also: Freu dich auf dein Bewerbungsgespräch, geh positiv hinein und sei du selbst.

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